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Deutschen Mieterbund Esslingen-Göppingen e.V.

Mit Beratungsstellen in Esslingen, Göppingen, Nürtingen, Ostfildern, Geislingen und  Kirchheim/Teck

Deutscher Mieterbund Esslingen-Göppingen e.V.

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Esslingen: Ab dem 1.1.2022 gilt ein neuer Mietspiegel

Mieten steigen um 4,1%

In der Stadt Esslingen zahlen Mieterhaushalte eine durchschnittliche Miete von 8,99 Euro. Dies ergab die Erhebung zum neuen Mietspiegel der Stadt Esslingen, der zum 1. Januar 2022 in Kraft trat. Dies ist eine Steigerung um 4,1% gegenüber der letzten Übersicht aus dem Jahr 2020.

Der Mietspiegel gibt Auskunft welche Mieten für Wohnungen in der Stadt Esslingen und ihren Ortsteilen üblicherweise bezahlt werden. Dabei wird ausgewertet, welchen Einfluss das Baujahr, die Größe, Ausstattung, Lage und Beschaffenheit einer Wohnung auf den Mietpreis hat. Kleinere Wohnungen sind verhältnismäßig teurer als Mietobjekte mittlerer Größe. So muss für eine Einzimmerwohnung mit 30 Quadratmeter Wohnfläche mit einer Miete von 11,65 Euro gerechnet werden. Wohnungen, die in den letzten Jahren neu errichtet wurden sind teurer. Ebenso wirken sich Ausstattungsmerkmale spürbar auf den Preis aus.

Die Stadt Esslingen hat einen Online-Rechner veröffentlicht, mit dessen Hilfe die ortsübliche Vergleichsmiete individuell berechnet werden kann: https://www.mietspiegel-berechnen.de/esslingen2022/. Außerdem steht der Mietspiegel als PDF zur Verfügung. Download Mietspiegel Esslingen.

Udo Casper, Vorsitzender des Mieterbunds Esslingen-Göppingen machte deutlich: Auch wenn der Anstieg der Durchschnittsmieten moderat erscheint, bleibt die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Gerade die Mieten für kleine oder familiengerechte Wohnungen seien überdurchschnittlich gestiegen. 

 

Aus Wahlversprechen müssen Taten werden

Mietertag wählt Landesvorstand neu. Rolf Gassmann bleibt Vorsitzender, Winfried Kropp neu in Vorstand gewählt

Der Landesvorstand: Rolf Gaßmann, Susanne Matt, Thomas Keck, Joachim Knöpfel, Winfried Kropp.
Der Landesvorstand: v.l.: Rolf Gaßmann, Susanne Matt, Thomas Keck, Joachim Knöpfel, Winfried Kropp

Eine neue Bundesregierung muss sich auf eine Wohnungspolitik für Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen konzentrieren und darf sich nicht um kapitalkräftige Kapitalanleger und Investoren kümmern, forderten die Delegierten der 35 Mietervereine im Mieterbund Baden-Württemberg auf dem Mietertag in Wiesloch. Den Regierungsparteien in Baden-Württemberg warf der Verband, der 160.000 Mieterhaushalte im Land vertritt vor, ihre Wahlprogramme zu ignorieren. Die Verbandsversammlung wählte Winfried Kropp, Vorstandsmitglied im Mieterbund Bodensee neu in den Landesvorstand. Der bisherige Landesvorsitzende Rolf Gaßmann aus Stuttgart wurde in seinem Amt bestätigt.

Winfried Kropp forderte auf dem Mietertag die Landesregierung auf, mit einer Rechtsverordnung den Städten zusätzliche Instrumente für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in die Hand zu geben. Diese wurden durch das Baulandmobilisierungsgesetz eingeführt, doch die Bundesländer müssen wie bei der Mietpreisbremse bestimmen, wo sie gelten sollen. „Frau Razavi, fangen Sie an zu arbeiten!“ forderte Kropp die neue Wohnungsbauministerin in Baden-Württemberg auf, denn die Verordnung könnte in wenigen Wochen in Kraft gesetzt werden.

Das Bild zeigt den in Wiesloch gewählten Landesvorstand: Rolf Gaßmann, Susanne Matt, OB Thomas Keck, Joachim Knöpfel, Winfried Kropp (v.l.n.r.)

mehr zum Mietertag

Dokumentation der Beschlüsse

100.000 neue Sozialwohnungen im Bund gefordert

Bundestagskandidatin Paraschaki besuchte Mieterbund

Setzt sich für bezahlbares Wohnen ein: Argyri Paraschaki.

Wie ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt im Kreis Esslingen? Und welche Themen bewegen Mieter? Das wollte die Bundestagskanditin Argyri Paraschaki, die für die SPD im Wahlkreis Esslingen kandidiert bei einem Besuch unserer Beratungsstelle in erfahren. Sie hält bundesweit den Bau von 400.000 Wohnungen pro Jahr für notwendig, davon müssen 100.000 Sozialwohnungen sein, betonte sie. Einigkeit auch im Mietrecht: Bei Wohnungsmangel müssen Mieterhöhungen begrenzt bleiben.

Gegen Miethaie hilft ein Mietenstopp

Mieterbund Esslingen-Göppingen beim bundesweiten Aktionstag

Udo Casper (links) mit Staatssekretärin Andrea Lindlohr

Knapp fünf Meter hoch ist der Miethai, den das Esslinger Bündnis für bezahlbares Wohnen auf dem Esslinger Bahnhofplatz aufgestellt hatte. Er warb am bundesweiten Aktionstag für einen Mietenstopp. Warum Mieter dringend eine Atempause benötigen, erläuterte der Vorsitzende des Mieterbunds Esslingen-Göppingen, Udo Casper, der Staatssekretärin im neu geschaffenen Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg. 

Mehr zur Kampagne Mietenstopp

So kündigen Sie Ihren Mietvertrag

Kompakt-Info für Mieter

Sie haben eine größere oder günstigere Wohnung gefunden? Zur Vorbereitung Ihres Umzugs gehört es, den alten Mietvertrag zu kündigen. In einer kompakten Mieter-Information haben wir zusammengefasst, was sie dabei beachten müssen. 

Mehr über die Kündigung des Mietvertrags durch Mieter erfahren

Landtagsabgeordneter Fink fordert Wohnungsaufsicht

Konsequenzen aus der Nürtinger Brandkatastrophe ziehen

Mieterbund-Vorsitzender Udo Casper (l) und MdL Nicolas Fink
Mieterbund-Vorsitzender Udo Casper (l) und MdL Nicolas Fink

Städte und Gemeinden müssen sich besser um den baulichen Zustand von Wohngebäuden kümmern, damit diese für die Mieter nicht zur tödlichen Falle werden, fordern Udo Casper, Vorsitzender des Mieterbunds Esslingen-Göppingen, und der Landtagsabgeordnete Nicolas Fink (Esslingen). In Baden-Württembergt gebe es dringenden Handlungsbedarf , die Wohnsicherheit für die Mieterinnen und Mieter zu verbessern. Udo Casper stellt dazu fest: „Das unverzichtbare Grundversorgungsgut Wohnen muss bezahlbar, menschenwürdig und sicher sein. Das zu gewährleisten ist Aufgabe der Kommunen. Die Brandkatastrohe in Nürtingen hat gezeigt, dass die Zuständigkeiten zur Wohnungsaufsicht auf kommunaler Ebene nicht klar genug geregelt sind. Deswegen setze ich mich für eine Verbesserung der Wohnungsaufsicht in Baden-Württemberg ein.“

Bei diesem Gespräch wurden unter anderem die Themen Mindeststandards für Wohnungen, Überbelegung sowie die aktuellen Möglichkeiten der Wohnungsaufsicht durch untere Baurechtsbehörden thematisiert. Nicolas Fink resümiert das Gespräch: „Ob die in der Landesbauordnung festgelegten Regelungen zur Bauaufsicht ausreichend sind, sollte angesichts der Brände in Nürtingen - die kein Einzelfall in Baden-Württemberg sind - meiner Meinung nach dringend von der Landesregierung geprüft werden. Auch die Befugnisse des allgemeinen Polizei- und Ordnungsrechtes in diesem Zusammenhang sehe ich nicht als Ersatz für zusätzliche gesetzliche Regelungen.“

Nicolas Fink, der auch Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion in Esslingen sowie stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion ist, hat als Ergebnis dieses Gesprächs eine parlamentarische Initiative im Landtag eingebracht. Dabei will er von der Landesregierung erfahren, ob sie die aktuellen Möglichkeiten zur Wohnaufsicht in Baden-Württemberg für ausreichend hält oder sie der Meinung ist, dass diese durch zusätzliche gesetzliche Regelungen gestärkt werden müssen. Das Ziel wäre die Definition von verbindlichen Mindeststandards für Wohnungen, auf die sich Mieterinnen und Mieter sowie die kommunale Wohnungsaufsicht berufen könnten. Dieses Ziel könnte möglicherweise am besten durch die Schaffung eines Bauaufsichtsgesetzes für Baden-Württemberg erreicht werden nach dem Vorbild in anderen Bundesländern wie z.B. Hessen.

„Dabei geht es auch darum“, so Nicolas Fink, „Mieterinnen und Mieter insofern zu stärken, als dass eine solche Wohnungsaufsicht es vermeidbar machen würde, dass Menschen, die dringend auf Wohnraum angewiesen sind, auch mangelhafte Wohnungen anmieten müssen, weil sie keine Alternativen haben.“

Die SPD-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Nürtingen, Regina Birner, unterstützt ebenfalls die Forderung nach einem Wohnungsaufsichtsgesetz und stellt dazu fest: „Menschen, die kaum Chancen auf dem Wohnungsmarkt, sehen sich gezwungen, menschenunwürdige Wohnverhältnisse zu akzeptieren. Wir müssen verhindern, dass Vermieter diese Notlage ausnutzen. Städte und Gemeinden brauchen ausreichend Möglichkeiten, um Mietwucherei durch Überbelegung zu verhindern zu verhindern“.

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