Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Willkommen beim

Deutschen Mieterbund Esslingen-Göppingen e.V.

Mit Beratungsstellen in Esslingen, Göppingen, Nürtingen, Ostfildern, Geislingen und  Kirchheim/Teck

Deutscher Mieterbund Esslingen-Göppingen e.V.

Bürozeiten:
Montag bis Freitag:    8:30 -12:30 Uhr

Beratungszeiten in Esslingen:
Montag u. Donnerstag:    16:00-18:00 Uhr
Dienstag u. Mittwoch:        9:00-12:00 Uhr

 

Wohnen als Menschenrecht

100 Jahre Mieterbund Esslingen

„Wir brauchen nicht eine Wohnungsgnade für die Menschen, wir brauchen ein Recht“, sagte Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, in seiner Festansprache zum 100jährigen Jubiläum des Deutschen Mieterbundes Esslingen-Göppingen. Bezahlbare angemessene Wohnungen hält er sowohl für jeden einzelnen Menschen wie auch für die Gesellschaft als Ganzes für wichtig. Die Wohnung ist, so erklärte der vielfach ausgezeichnete Journalist Prantl, ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge, weil die sie Mittelpunkt des sozialen Lebens und der privaten Existenz ist. Daraus ergibt sich die ungeheure Bedeutung des Mietrechts, mit dem der Gesetzgeber die im Grundgesetz vorgeschriebene Sozialbindung des Eigentums präzisiert. Der Gesetzgeber muss regulierend eingreifen, um soziale Katstrophen zu verhindern.

Was früher die Brotpreise waren, sind heute die Mieten

„Die Mietpreise sind heute das, was früher Brotpreise waren“ sagte Prantl. Er sieht mit Sorge, dass immer öfter die Miete trotz großer Anstrengungen nicht mehr erschwinglich ist. Instrumente zur Stabilisierung der Mietpreise – wie die Mietpreisbremse - müssen geschärft werden. Für Prantl ist es beschämend, dass in einem reichen Land immer mehr Menschen mit wenig Einkommen um immer weniger bezahlbare Wohnungen konkurrieren. Er fordert deshalb eine Renaissance des sozialen Wohnungsbaus, der weit über das hinausgeht, was sich die große Koalition vorgenommen hat. Dabei müssten auch die Städte mitwirken, die Bauland zu Verfügung stellen müssen.

Städte dürfen nicht zur Goldgrube für Spekulanten werden

Weil die steigenden Grundstückspreise das Bauen verteuern und bezahlbaren Wohnungsneubau unmöglich machen, hält er eine Neuordnung des Bodenrechts für eine Notwendigkeit. Die Neuordnung der Grundsteuer, die das Bundesverfassungsgericht angeordnet hat, könnte dabei ein guter Anfang sein. Bodenhaltung muss teurer werden und Bauen billiger. Prantl: „Bodenwertsteuern sind nicht die Vorstufe des Kommunismus, sondern die Verwirklichung des Grundgesetzes.“ Und er ergänzt: „Eine Stadt muss ein Gemeinwesen sein und bleiben, sie darf nicht die Goldgrube für Spekulanten sein.“

 

 

  

Änderung der Maklerprovision (Bestellerprinzip) in einem Video kurz erklärt mehr...